Samstag, 18. November 2017

„Kulturwege für Bütthard“ – Erste Kultur-Radweg-Befahrung

(21.10.2017) Am Samstag fand die erste zusammenhängende Befahrung des Kultur-Radweges statt. Ziel der circa 15 Personen starken Gruppe war es an diesem Tag, eine geeignete Wegführung für den Kulturweg auszumachen.

Die Gruppe startete am Sportplatz in Bütthard, von dort aus führte recht bald ein erster kurzer Anstieg nach Gützingen. Von Gützingen aus ging es weiter nach Höttingen. Die Radler machten sichvon hier aus auf den Weg nach Gaurettersheim. Das Teilstück zwischen Gaurettersheim und Tiefenthal erwies sich in die gefahrene Richtung als sehr steil. Dafür ging es dann flach aber windig weiter nach Simmringen. In Bernsfelden legte die Gruppe schließlich eine Getränkepause im Landgasthof „Zum Goldenen Kreuz“ ein. Entlang der B 19 ging es weiter durch ein Waldstück, bevor der Weg nach Oesfeld führte. Der nächste Streckenabschnitt führte zum Dreimärker am Ländereck zwischen Württemberg, Baden und Bayern. Nach diesem Abstecher ging es weiter auf das letzte Teilstück, durch den Büttharder Gemeindewald, vorbei an den „Drei Eichen“ zurück zum Ausgangspunkt in Bütthard.

Die aktuelle Strecke beträgt eine Distanz von gut 35 km. In beiden Fahrtrichtungen erwarten den Radfahrer zum Teil langgezogene Anstiege.

Beim nächsten Arbeitskreistreffen wird die Wegführung besprochen und konkretisiert werden.

Das nächste Arbeitskreistreffen findet am Freitag, den 24.11.2017 um 19.00 Uhr im Gasthaus Zum Stern (im Keller) statt.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme. Alle Interessierte sind herzlichst eingeladen an dem Arbeitskreistreffen teilzunehmen!

Weitere Informationen zu dem Projekt und zur Arbeit der Allianz auch unter www.fraenkischer-sueden.de.

Als Ansprechpartnerin der Allianz steht die Allianzmanagerin Frau Schmitz telefonisch unter 09334 808-47 oder per Mail kira.schmitz@giebelstadt zur Verfügung.

 

 

„Kulturwege für Bütthard“ - Heute bringen wir zusammen, was zusammen gehört.

(26.06.2017) Das achte Treffen des Arbeitskreises „Kulturwege für Bütthard“ widmete sich der vorgesehenen Route und der Festlegung möglicher Infotafelstandorte sowie der Terminfindung für die Eröffnung des Kultur-Radweges.

Mit 15 Teilnehmern versammelte sich eine große Gruppe in der Bürgerstube Simmringen. Da es viele neue Gesichter gab, stellte Herr Dr. Gerrit Himmelsbach zu Beginn das Konzept der Kulturwege vor. Er betonte, wie identitätsstiftend es für Orte ist und wie man Besuchern seine "kleine Heimat" vermitteln kann.

Anschließend begann Dr. Himmelsbach die Route Schritt für Schritt durchzugehen und es wurde festgelegt, welche Sehenswürdigkeit eine große Informationstafel soll und welche weiteren Sehenswürdigkeiten ebenfalls mit kleinen Infotafeln ausgestattet werden sollen.

Die Route ist aktuell wie folgt festgesetzt:

Start in Bütthard (Marienkapelle), Gützingen (Kath. Kirche), Höttingen (Kath. Kirche, Bildstock, Friedhof, alte Marienglocke), Gaurettersheim (Kath. Pfarrkirche), Tiefenthal (Kath. Ortskapelle, B 19 führte früher durch Tiefenthal), Oesfeld (Bildstock, Fürstenbild), Dreiländereck, Bowiesen (Igersheim) als Exklave vom übrigen Gemeindegebiet abgetrennt, Bernsfelden (Anton-Berner-Spruch, neogotische Frankiskus-Kirche, Schmuggler/ Poussierweg, Wirtschaft „zum Goldenen Kreuz“, Bonifatius, Kindergarten) und Simmringen (Zoll- und Geleitstätte, Kirche).

Somit stehen voraussichtlich sechs der großen Infotafeln auf der Gemarkung Bütthard und zwei auf Igersheimer Gemarkung.

Während des Treffens wurden immer wieder neue Fragen nach Hintergrundinformationen, Fotos/Postkarten und Teilstrecken aufgeworfen und unter den Arbeitskreisteilnehmern verteilt. Die Eröffnung des Kultur-Radweges wurde für den Zeitraum Mai/Juni 2019 angesetzt.

Am 09.09.2017 um 09.00 Uhr wird die erste Befahrung der möglichen Strecke stattfinden. Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen. Der Treffpunkt ist am Sportplatz in Bütthard.

Weitere Informationen zu dem Projekt und zur Arbeit der Allianz auch unter www.fraenkischer-sueden.de.

„Kulturwege für Bütthard“ – Aktiver Auftakt für Bernsfelden und Simmringen im Kulturwegeprojekt

7. Arbeitskreistreffen in Bernsfelden

(20.04.2017) Die rege Teilnahme am siebten Arbeitskreistreffen bestätigte das bereits bekundete Interesse der Bernsfelder und Simmringer bei dem Projekt „Kulturwege für Bütthard“ dabei zu sein. Neben einem kurzen Überblick wurden auch schon viele spannende Geschichten an diesem Abend gesammelt.

Für die vielen neuen interessierten Teilnehmer aus Bernsfelden und Simmringen stellte Dr. Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessartprojekt e.V. (ASP) zunächst noch einmal in einem Schnelldurchlauf vor, was sich hinter dem Begriff Kulturweg verbirgt und was dieser für die Orte bewirken kann.

Wie die Entstehung eines Kulturweges abläuft und welche Themen dort vorgestellt werden können, zeigte er dabei am Beispiel des Kulturweges in Giebelstadt, der unter dem Motto „Weiß der Geyer“ die spannende Geschichte und Verknüpfung der verschiedenen Adelsgeschlechter in der Gemeinde vorstellen wird.

Anschließend stellte Herr Himmelsbach kurz vor, wie der aktuelle Stand des Büttharder Kulturweges ist. Die Idee eines über die Landesgrenzen hinaus verbindenden Kultur-Rad-Weges wurde bei allen Anwesenden begrüßt. Danach gab Herr Himmelsbach die Arbeit an die Bernsfelder und Simmringer Teilnehmer ab, denn nun galt es, in einem ersten Durchlauf die Besonderheiten und „verborgenen Schätze“ der beiden Orte zu benennen. Auch die Teilnehmer aus Bütthard halfen hierbei so gut es möglich war, waren aber gleichzeitig auch gespannt, welche Geschichten die beiden Orten weiterhin zu bieten haben.

Von besonderem Interesse war selbstverständlich, ob sich endlich die Frage klären lässt, welchen berühmten Spruch der radelnde Kaufmann Anton Berner immer seinen Kunden zugerufen hat. Ob es wirklich „Willst en Leggerle?“ war, wie einer der Teilnehmer meinte, muss noch bestätigt werden. Spannend aber auch, dass es in Stalldorf, wo Herr Berner immer hin radelte, eine „Anton-Berner-Straße“ gibt. Aber auch Bütthard wurde von Bernsfelden aus versorgt. In diesem Fall von einem ansässigen Metzger.

Auf eine lange Geschichte zurückblicken kann das Gasthaus „Zum Goldenen Kreuz“ in Bernsfelden. Dieses gibt es bereits sein 1617 und war früher Gerichtsstätte des Deutschen Ordens. Dass der ehemalige Kindergarten im Dorf von einem Fluch belegt war und die interessante Tatsache, dass ein kleines Stück Wald auf Büttharder Gemarkung im Eigentum der Gemeinde Igersheim ist, sind ebenso tolle Geschichten für den Kulturweg.

Auch Simmringen als „nördlichstes Dorf Württembergs“ hat einiges zu erzählen. So fanden durch die Grenznähe hier beispielsweise früher oft Schmuggler ihre „Geschäftskunden“ und im 2. Weltkrieg standen sich Alliierte und Wehrmachtstruppen gegenüber. Weiteres soll dann im nächsten Treffen herausgearbeitet werden.

Dieses findet statt am Montag, den 26. Juni 2017 um 19.30 Uhr in der Bürgerstube Simmringen statt. Natürlich sind auch zu Treffen wieder alle Interessierten herzlich eingeladen!

 

 

„Kulturwege für Bütthard“ – Auch aus Bernsfelden kommt Interesse für das Projekt „Kultur-Rad-Weg“

Historische Ortsansicht Bütthard (ca.1900)

(02.02.2017) Die Idee des „Kultur-Rad-Weges“ aus dem vergangenen Termin im Dezember wurde auch im sechsten Arbeitskreistreffen „Kulturwege für Bütthard“ bestärkt und weiter verfolgt. Auch ein Vertreter aus dem benachbarten Bernsfelden war mit dabei.

Nach einem schnellen Überblick für die neuen Teilnehmer darüber, was sich eigentlich hinter dem Begriff „Kulturweg“ verbirgt, fasste Dr. Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessartprojekt e.V. (ASP) gemeinsam mit dem Arbeitskreis das bisher Überlegte und Gesehene zusammen. Durch die Diskussion, wie sich alle Ortsteile miteinander am besten verbinden ließen, entstand beim letzten Mal die Idee eines „Kultur-Rad-Weges“, dessen Verlauf an diesem Abend genauer betrachtet wurde.

Auch das Modellprojekt des Blühstreifenverbundes wurde aus aktuellem Anlass an diesem Abend vorgestellt. Hintergrund ist die Idee des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), das Projekt über einen kleinen Informationsrundweg vorzustellen. Die Frage, wie sich „Blühstreifen-„ und „Kultur-Rad-Weg“ miteinander verbinden lassen war schnell gelöst: Denn die Kulturwege können aufzeigen, warum eine Landschaft so aussieht, wie sie aussieht. Das Blühstreifenprojekt entstand vor dem Hintergrund, dass in der Flur durch intensive Landwirtschaft und Flurbereinigung ein großer Teil des natürlichen Lebensraums von Wildtieren und Insekten verloren gegangen ist. Beide Wege könnten zum Teil parallel verlaufen und in dem Zuge aufeinander verweisen.

Der Nachbarort Bernsfelden, an diesem Abend vertreten durch den Ortsvorsteher, hat insbesondere zu Oesfeld eine starke historische Verbindung. Denn die Kirchengemeinde Bernsfelden hat den Wiederaufbau der Oesfelder Kirche gegen Abtretung von 32 ha Oesfelder Wald unterstützt. Dies bedingt die kuriose Situation, dass dieser Wald im Besitz von Bernsfelden ist, jedoch auf bayerischer Gemarkung liegt. Welche Geschichten Bernsfelden zu bieten hat, soll im Zuge des nächsten Treffens herausgefunden werden.

Dieses findet statt am Donnerstag, den 20. April 2017 um 19.30 Uhr in Bernsfelden statt. Hierzu werden auch die Ortsvorstände aus Bernsfelden und Simmringen eingeladen, um diese für das Kulturwegeprojekt zu begeistern. Auch die Inhalte für die Informationstafeln sollen hier schon grob entworfen werden.

Natürlich sind auch zu Treffen wieder alle Interessierten herzlich eingeladen!

Wer keine Zeit hat, sich aktiv am Projekt „Kulturwege für Bütthard“ zu beteiligen aber historische Fotos von Bütthard und seinen Ortsteilen besitzt, kann mit diesen ebenfalls eine große Hilfe sein. Wenden Sie sich dazu einfach an den Allianzmanager Sebastian Grimm telefonisch unter 09334 808-47 oder per Mail.

„Kulturwege für Bütthard“ – Verbindung aller Büttharder Ortsteile durch einen „Kultur-Rad-Weg“ wird beraten

Übersicht Route Bütthard

(13.12.2016) Anstelle von mehreren Wegen für Bütthard und die Ortsteile hat der Arbeitskreis im fünften Treffen beraten, ob auch ein alle Orte verbindender „Kultur-Rad-Weg“ möglich ist. So könnte gleichzeitig auch ein Lückenschluss zum Radwegenetz des Landkreises erfolgen.

Entstanden ist diese Überlegung im Anschluss an den Rückblick auf die beiden Begehungen im Oktober. Dr. Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessartprojekt e.V. (ASP), der auch an diesem Abend den Arbeitskreis wieder moderierte, ließ durch viele Fotos das erlebte nochmal Revue passieren und gab dabei auch seine Einschätzung der besonders sehenswerten Punkte wieder.

Die vielen Informationen, Sehenswürdigkeiten und Geschichten, welche es in allen Ortsteilen zu entdecken gibt in komprimierter Form auf die Infotafeln zu bringen, wird seiner Ansicht nach eine spannende Aufgabe werden. So müssten für Bütthard beispielsweise mindestens zwei Tafeln aufgestellt werden, um der reichen Geschichte gerecht zu werden.

Bei den anschließenden Überlegungen zum Routenverlauf, stellte Herr Himmelsbach noch einmal die bisherigen Ideen „Bütthard & Wald“ und „Ortsteile“ vor. Bei letzterem stellt besonders Oesfeld aufgrund der Distanz zu den anderen Orten eine Herausforderung dar. Der Arbeitskreis diskutierte daraufhin die Idee, statt einem Fuß- einen „Kultur-Rad-Weg“ zu planen. Dies hätte den Vorteil, dass alle Orte, vielleicht sogar erweitert um Simmringen und Bernsfelden, in einer gut fahrbaren Distanz verbunden werden können. Auch wenn dies, nach Erfahrung von Herrn Himmelsbach einen größeren planerischen Aufwand bedeutet, wollen die Teilnehmer bis zum nächsten Treffen eine mögliche Streckenführung überlegen und diese dann diskutieren.

Das nächste Treffen findet am Donnerstag, den 02. Februar 2017 um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt. Hierzu sollen auch die Ortssprecher aus Bernsfelden und Simmringen eingeladen werden, um diese für das Kulturwegeprojekt zu begeistern. Auch die Inhalte für die Informationstafeln sollen hier schon grob entworfen werden.

Natürlich sind auch zu Treffen wieder alle Interessierten herzlich eingeladen!

Wer keine Zeit hat, sich aktiv am Projekt „Kulturwege für Bütthard“ zu beteiligen aber historische Fotos von Bütthard und seinen Ortsteilen besitzt, kann mit diesen ebenfalls eine große Hilfe sein. Wenden Sie sich dazu einfach an den Allianzmanager Sebastian Grimm telefonisch unter 09334 808-47 oder per Mail über grimm(at)fraenkischer-sueden(dot)de.

Kulturwegebegehung der Büttharder Ortsteile: Vielfalt aus Kultur und Sagen sowie Handwerk und Natur!

Katholische Kirche St. Andreas und St. Jakobus, Gützingen
Scheune der Fam. Hofmann
Scheune der Fam. Hofmann
Katholischen Filialkirche St. Burkard und St. Bonifatius, Höttingen
"Höttinger Seenplatte"
Gaurettersheim
Mammutrippe in der katholische Pfarrkirche St. Michael, Gaurettersheim
Ausblick von Tiefenthal
Käppele und Bildstock Fürstbischof Schönborn

(29.10.2016) Auch die zweite Begehung im Rahmen des Projektes „Kulturwege für Bütthard“ brachte viele „Schätze“ zum Vorschein und zeigte die große Vielfalt und weitreichende Geschichte der fünf Gemeindeteile.

Wie bei der ersten Begehung war auch wieder das Rathaus Bütthard als Treffpunkt ausgemacht, von dem dann gemeinsam mit Dr. Gerrit Himmelsbach, dem Projektleiter des Archäologischen Spessartprojektes e.V. (ASP) und Dozent an der Uni Würzburg, mit dem Auto in die Ortsteile gestartet wurde.

In Gützingen, dem ersten Ort des Tages, stießen noch weitere Teilnehmer dazu, so dass die Begehung ab hier mit 15 Interessierten beginnen konnte. Die katholische Kirche St. Andreas und St. Jakobus aus dem Jahr 1793 in der Ortsmitte war Ausgangspunkt für den Rundgang. Die prächtige Einrichtung stammt zum Teil aus dem Spitäle Würzburg, was auf eine gewisse Bedeutung schließen lässt. Spannend: Die Scheune der Fam. Hofmann. Diese stand offen und lud die Gruppe zur Besichtigung der großen Sammlung an alten Geräten und Werkzeugen aus verschiedenen Handwerksberufen ein.

Im zweiten Ort Höttingen konnte die Gruppe auf die hervorragende Vorarbeit von Herrn Landwehr zurückgreifen. Dieser konnte zwar nicht teilnehmen, hatte aber dankenswerterweise im Vorfeld alle Sehenswürdigkeiten Höttingens auf einem Plan aufgezeigt und beschrieben. Das Ensemble aus der katholischen Filialkirche St. Burkard und St. Bonifatius aus dem Jahr 1614 samt Kirchenmauer und „Weth“, dem Dorfweiher, „versteckt“ einige spannende Punkte, welche bei einer Umrundung entdeckt werden können. Interessant weil ungewöhnlich, das ehem. Pfarrhaus steht an der Straße nach Gaurettersheim und damit einige Meter von der Kirche entfernt. Sehr idyllisch und perfekt als Rastplatz geeignet ist die „Höttinger Seenplatte“ östlich des Dorfes am Insinger Bach.

In Gaurettersheim war gleich zu Beginn das alte Pfarrhaus, welches eher an einen Gutshof erinnert zu bestaunen. Auch wenn in Privatbesitz und nicht zugänglich ist es doch auf Grund seiner beachtlichen Größe gut sichtbar. Noch deutlich weiter zu sehen jedoch ist die katholische Pfarrkirche St. Michael, an deren Stelle laut einiger Hinweise bereits im 10. Jahrhundert ein Kirchenbau stand. Besonderer Blickfang gleich in der Eingangspforte: die Rippe eines Mammuts.

Für Tiefenthal, den kleinsten Ort der Marktgemeinde, drängte sich der Gruppe gleich zu Beginn die Namensfrage auf, wo das Dorf doch hoch oben auf einem Hügel liegt. Eine Variante ist, dass der Name aufgrund eines Unglückes entstanden ist, bei dem ein Mann im „tiefen Tal“ verstarb. Genaueres muss noch geklärt werden. Dass durch den Ort einmal die Bundesstraße B19 hindurchführte, zeigt noch der Straßenname „Alte Bundesstraße“.

Die letzte Station des Tages war Oesfeld bzw. auch die Umgebung. So steht im Wald südlich des Ortes das „Käppele“ mit einem Bildstock, welcher dem Fürstbischof Schönborn gewidmet ist. Dieser kam bei einem Unfall während seines Kuraufenthaltes in Bad Mergentheim hier zu Tode. In Oesfeld selbst besichtigte die Gruppe die Kirche mit der alten und wertvollen „Muttergottes“-Statue. Abschließend fuhr die Gruppe dann noch in die Flur nördlich des Ortes zu dem „Drei-Länder-Grenzstein“ welcher das Aufeinandertreffen der von Baden, Württemberg und Bayern darstellt.

Ausklang des Besichtigungstages war eine gemeinsame Brotzeit im Gasthaus „Henneberger“, bei der die Teilnehmer das Gesehene gemeinsam Revue passieren ließen.

All diese vielfältigen Besonderheiten aus den beiden Begehungen gilt es nun Revue passieren zu lassen und zu überlegen, wie die nächsten Schritte aussehen werden. Dazu treffen wir uns am Dienstag, den 13. Dezember um 19:30 Uhr zum nächsten Arbeitskreistreffen im Sitzungssaal des Rathauses. Wie auch bei den letzten Treffen sind alle Büttharder wieder herzlich eingeladen.

Wer keine Zeit hat, sich aktiv am Projekt „Kulturwege für Bütthard“ zu beteiligen aber historische Fotos von Bütthard und seinen Ortsteilen besitzt, kann mit diesen ebenfalls eine große Hilfe sein. Wenden Sie sich dazu einfach an Herrn Bürgermeister Gramlich oder den Allianzmanager Sebastian Grimm.

Panorama am "Drei-Länder-Eck" bei Oesfeld

Kulturwegebegehung Bütthard: Reiche Vergangenheit besichtigt!

(15.10.2016) In der ersten Begehung im Projekt „Kulturwege für Bütthard“ bestichtigte die Arbeitsgruppen Büttharder Ortskern mit seinen vielen und meist noch sichtbaren Schätzen. Das Ensemble rund um das Rathaus sowie die damalig große Zahl an Gasthäusern und Handwerksbetrieben zeugten von der bedeutsamen Vergangenheit des Marktes.

Gemeinsam mit Dr. Gerrit Himmelsbach, Projektleiter des Archäologischen Spessartprojektes e.V. (ASP) und Dozent an der Uni Würzburg, haben sich die Teilnehmer in dieser ersten Begehung zunächst auf den Hauptort konzentriert und dabei Bekanntes aber auch Neues erfahren können. Im nächsten Treffen werden dann die Ortsteile in Augenschein genommen.  

Am Treffpunkt Rathaus standen die Teilnehmer auch direkt im historischen Kern der Gemeinde, welche bereits im Jahr 1503 mit dem Marktrecht ausgestattet wurde. Das Ensemble aus Rathaus (ehem. Schule), dem Pfarrhaus (ehem. Benefiziatenhaus) der Kirche und der Zehntscheune entstand nur wenige Jahre später. Direkt an der Kirche zu sehen ist das Grab von Alois Kraus aus dem Jahr 1825, einem wohlhabenden Handelsmann, der zu Lebzeiten eine Stiftung zur Unterstützung der armen Bürger aus Bütthard gegründet hatte.

Dass eine Vielzahl der Häuser im Kernort früher Handwerks- oder Handelsbetriebe und Wirtshäuser waren sieht man heute noch ansatzweise, zeigt aber das reichhaltige Leben, was bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bestand. Als Hinweis auf einen gewissen Wohlstand lässt sich der der Anschluss des Gasthauses „Zum Stern“ an das Elektrizitätsnetz im Jahr 1896 als erstes Haus in Bütthard betrachten. Denn im Vergleich dazu wurden die ersten Gebäude in Würzburg erst im Jahr 1899 mit Elektrizität versorgt. Den wenigsten bekannt war die Mikwe, das jüdische Ritualbad, unter dem Anwesen der Airbrush-Künstlerin Ute Morawetz verbirgt - auch dies ein Zeichen der vielfältigen Gesellschaft in Bütthard.

Außerhalb des historischen Ortskerns, welcher durch eine Befestigungsmauer mit drei Torhäusern umgeben war – die Torsteine sind noch heute zu sehen – besichtigten die Teilnehmer noch die Marienkapelle, ein Bau Julius-Echters aus dem Jahr 1620, welche durch die Lage am Fränkischen Marien-Wanderweg von vielen Pilgern aufgesucht wird. Die Gruppe warf noch einen Blick auf das „Försterskreuz“ von 1595, welches am Rand des Gemeindewaldes liegt, welches einer Sage nach für einen fürstbischöflichen Forstbeamten errichtet wurde, den seine verlassene Geliebte ermordet hatte.

Abschluss und Ausklang des Besichtigungstages war eine gemeinsame Brotzeit im Gasthaus „Zum Stern“, bei der die Teilnehmer das Gesehene gemeinsam Revue passieren ließen.

In der nächsten Begehung am Samstag, den 29. Oktober 2016 ab 13.00 Uhr werden dann die sichtbaren und „verborgenen“ Schätze der Ortsteile erkundet. Auch hierzu sind wieder alle Büttharder herzlich eingeladen.

Wer keine Zeit hat, sich aktiv am Projekt „Kulturwege für Bütthard“ zu beteiligen aber historische Fotos von Bütthard und seinen Ortsteilen besitzt, kann mit diesen ebenfalls eine große Hilfe sein. Wenden Sie sich dazu einfach an Herrn Bürgermeister Gramlich oder den Allianzmanager Sebastian Grimm.

Gleich mehrere Routenvorschläge beim vierten Arbeitskreistreffen „Kulturwege für Bütthard“ – Auch das spannende Gebiet Wald kann in die Planung einbezogen werden!

Routenideen "Kulturwege für Bütthard"
Teilnehmer 4tes Kulturwegetreffen

(05.07.2016) Beim vierten Treffen des Arbeitskreises „Kulturwege für Bütthard“ waren nahezu alle Ortsteile durch die Teilnehmer vertreten und auch Belange der Jäger und Waldnutzer konnten durch die anwesenden Jagdpächter und Jagdgenossenschaftsmitglieder diskutiert werden. Beste Voraussetzungen also, um die möglichen Kulturwegerouten zu besprechen.

Zuvor jedoch gab Dr. Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessartprojekt e.V. (ASP) den „neuen Gesichtern“ in der Arbeitskreisrunde eine kurze Zusammenfassung, um was es bei dem Projekt „Kulturweg“ geht und was dieses bewirken kann. Durch „die Einbindung in ein großes Netzwerk, entsteht nicht nur ein Weg für Bütthard, sondern auch Interessierte von außerhalb werden sich für den Ort begeistern“, beschreibt Dr. Himmelsbach die Erfahrungen aus den vielen bisher umgesetzten Kulturwegen.

Anschließend gab er dem Arbeitskreis wieder, was in den letzten Treffen an Besonderheiten und „Schätzen“ in Bütthard festgehalten wurde. Und auch dieses Mal, kamen wieder neue spannende Punkte zum Vorschein. Beispielsweise das „Dorfmuseum Gützingen“ von Anton Hofmann oder auch, dass die größten Bruchsteinhäuser im Ochsenfurter Gau in Bütthard zu finden sind.

Die offene Frage, ob auch der Büttharder Wald in den Wegeverlauf einbezogen werden kann, konnte an diesem Abend durch die konstruktive Diskussion mit dem zuständigen Jagdpächter beantwortet werden. Bei einer Wegeführung entlang der Hauptwege und unter Beachtung der Wildrückzugsgebiete spreche hier nichts dagegen.

Durch die Größe der Gemeinde sei es nach Einschätzung von Dr. Himmelsbach jedoch sehr schwierig, alle Ortsteile in einem Weg miteinander zu verbinden. Interessant wären aus seiner Sicht aber gleich mehrere Schwerpunkte und Routenverläufe (s. Bild). Welche sich besonders eignen, muss sich allerdings bei einer Besichtigung vor Ort zeigen. In zwei Begehungen am 10. September und am 15. Oktober (jeweils um 13:00 Uhr) sollen zunächst die Ortsteile und dann Bütthard und der Gemeindewald in Augenschein genommen werden. Natürlich sind auch zu den Begehungen wieder alle Interessierten herzlich eingeladen!

 

 

Ein nächster Schritt zum „Kulturweg für Bütthard“ – Erste mögliche Schwerpunkte aber auch Konflikte wurden bearbeitet

Mögliche Schwerpunktbereiche Bütthard

(07.06.2016) In einer kleinen aber effektiven Runde wurden beim dritten Arbeitskreistreffen die ersten möglichen Schwerpunkte des „Kulturweges für Bütthard“ erarbeitet. Besonders lebhaft diskutiert wurde dabei vor allem die Funktion und Nutzung des Büttharder Gemeindewaldes.

Dr. Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessartprojekt e.V. (ASP), der auch diesen Abend moderierte, hatte sich im Vorfeld mit den gesammelten Punkten des letzten Treffens beschäftigt und bereits erste Bereiche hervorgehoben, die für Leute vor Ort aber auch von außerhalb spannend sein könnten. So beispielsweise das Gebiet in und um den Gemeindewald oder die historische Bedeutung des Amtes Bütthard, welches weit über die heutige Gemarkungsgrenze hinaus reichte.

Auch ein erster Routenvorschlag kam bereits zustande, welcher Bütthard und den Gemeindewald über verschiedene „Highlights“ auf ca. 13 km verbindet. Ob dies als Fußweg evtl. zu weit ist, ob der Wald begangen werden kann und wie auch die Ortsteile einbezogen werden können, wird in den nächsten Treffen dann weiter vertieft.

Bevor die vielen Besonderheiten vor Ort besichtigt werden, sollen beim nächsten Arbeitskreistreffen am Dienstag, den 05. Juli (19:30 Uhr, Sitzungssaal) die Ortskundigen aus allen Ortsteilen, die Jagdpächter sowie die Vertreter der Jagdgenossenschaft und der Gemeinde zusammen kommen, um mögliche Konflikte anzusprechen und die Begehungen vorzubereiten. Aber auch alle anderen Interessierten sind natürlich weiterhin herzlich eingeladen.

„Kulturwege für Bütthard“ – Ein lebhafter Abend rund um Sagen und Geschichten aus dem „Dreiländereck“

Übersichtskarte Bütthard

Bekannte und neue Teilnehmer beim zweiten offenen Treffen des Arbeitskreises „Kulturwege für Bütthard“ am 05. April. Im nahezu vollbesetzten Sitzungssaal des Rathauses war das Ziel des Abends, alles an Daten, Fakten und Geschichten aus und um Bütthard zusammenzutragen. Auch vermeintlich Unwichtiges war hierbei von Bedeutung.  

Auch an diesem Abend moderierte Dr. Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessartprojekt e.V. (ASP) nach einer kurzen Einführung die Diskussion und entlockte den Anwesenden die ein oder andere, zum Teil auch unbekannte Geschichte.

Diese Aufzählungen wurden von Herrn Himmelsbach synchron auf einer Karte digital markiert, so dass alle den Fortschritt mitverfolgen konnten. Ob „Rippe eines Riesen“ im Gaurettersheimer Kirchturm, vieler Hügelgräber, früherer Schlossmauer, Bildstöcken oder dem Raiffeisenturm, alles wurde aufgenommen. Mit der Nennung des Sterbeortes des Grafen Schönborn im Oesfelder Wald konnte zudem eine Wissenslücke beim bereits bestehenden Kulturweg in Helmstadt geschlossen werden.

Was passiert als nächstes: Beim kommenden Arbeitskreistreffen am Dienstag, den 07. Juni (19:30 Uhr, Sitzungssaal) wird von Dr. Himmelsbach wiedergegeben, was er unter den Begriffen und Geschichten verstanden hat. Auf diese Weise wird hier schon eine erste Auslese der Themensammlung vorgenommen, welche aber nicht abschließend sein soll. Nach wie vor sind alle Interessierten herzlich eingeladen, ihr Wissen mit einzubringen.

Was haben Giebelstadt und Bütthard zu bieten? Mehr als viele glauben! – Kulturwegeauftakt im Kartoffelkeller

(22.02.2016) Nach der gemeindeübergreifenden Informationsveranstaltung durch die Allianz Fränkischer Süden im vergangenen Dezember fand nun das erste Arbeitskreistreffen für Giebelstadt und Bütthard im Giebelstädter Kartoffelkeller statt.

Wie im Dezember war erneut Dr. Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessartprojekt (ASP) nach Giebelstadt gekommen, um den mehr als 20 Teilnehmern das Projekt „Kulturwege“ vorzustellen und gemeinsam mit den Teilnehmern zu diskutieren, was Kulturwege für beide Gemeinden bewirken können. Himmelsbach betonte, dass Kulturwege nicht vordringlich dem Tourismus dienen, sondern der Identifikation mit der eigenen Heimat. „Das müssen die Leute vor Ort aber auch wollen“, denn das ASP leiste nur „Hilfe zur Selbsthilfe“, so Himmelsbach weiter.

Mit der Anmerkung eines Teilnehmers, dass er „allein fünf Kulturwege verwirklichen“ könne war bereits nach kurzer Zeit klar, dass es in dem Prozess weiter gehen soll. Welche Themen dann in dem Kulturweg letztlich dargestellt werden, zeigt sich jedoch erst im Laufe der Zeit. Für beide Gemeinden wird daher in Kürze ein weiteres offenes Arbeitskreistreffen stattfinden, in dem jeder sein Wissen in eine große Sammlung einbringen kann. Die Behauptung, das „Bütthard früher größer war, als Würzburg“ bietet sicherlich reichlich Gesprächsstoff für das nächste Treffen.

Quelle: European Pathways to Cultural Landscapes