Samstag, 18. November 2017

Informationsveranstaltung "Zuhause Alt Werden"

Großes Interesse zu Möglichkeiten des barrierefreien Wohnens

Voll bestetzte Stühle zum Veranstaltungsbeginn
Tobias Konrad, Wohnberater des Kommunalunternehmens
Alexander Ruf, Architekturbüro Haas & Haas
Elisabeth Schäfer, Behindertenbeauftragte des Landkreises Würzburg

Über 90 Teilnehmer haben am sich am Mittwoch, den 17. Juni in der Wolfskeelhalle Reichenberg über das Altwerden in den eigenen vier Wänden informiert. Darunter auch Bürgermeister der Nachbargemeinden sowie Vertreterinnen und Vertreter aus den Stadt- und Gemeinderäten

Nach Begrüßung durch den gastgebenden Bürgermeister Stefan Hemmerich und einer anschließenden kurzen Einführung zum Hintergrund der Veranstaltung durch Elisabeth Schäfer, die Behindertenbeauftragte des Landkreises, kam direkt Herr Tobias Konrad zu Wort. In seiner Tätigkeit als Wohnberater im Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg besucht er die Kunden direkt in deren Zuhause, um diese zu den Möglichkeiten des Umbaus hin zur Barrierefreiheit und den passenden Förderprogrammen zu beraten.

In seinem Vortrag zeigte Herr Konrad viele Beispiele auf, die ohne großen Aufwand schnell für ein sichereres Wohnen sorgen können, wie beispielsweise das Entfernen von kleinen Teppichen, welche zu Stolperfallen werden können.

Eine ausführliche Beratung, so Herr Konrad, sei jedoch nur bei einem persönlichen Besuch vor Ort möglich. Er bittet daher alle Interessenten sich bei ihm per E-Mail oder telefonisch (0931 / 80 442 58) zu melden und einen Termin zu vereinbaren. Weitere Infos finden Sie in diesem Info-Flyer.

Dass jedoch eine barrierefreie Wohnung nur begrenzten Nutzen hat, wenn das Wohnumfeld voller "Hindernisse" ist und wo diese Hindernisse liegen wurde anschließend durch Herrn Alexander Ruf vom Architekturbüro Haas & Haas aus Eibelstadt dargestellt. Als markante Beispiele seien hier etwa hohe Bordsteinkanten, zu enge Gehwege oder ungenügende Zufahrten für Rollstuhlfahrer in öffentliche Gebäude genannt.

Zwar seien viele Vorschriften oder Verordnungen vorhanden, die sagen wie die einzelnen Maßnahmen barrierefrei zu gestalten sind, so Herr Ruf, jedoch lassen sich diese, gerade in engen Gassen oder historischen Gebäuden teilweise nicht umsetzen. Hier sind flexible Lösungen bei der Planung gefragt.

Mit dem Dank an die Referenten beschloß Frau Schäfer die Veranstaltung und kommt zu dem Fazit, dass es für Barrierefreiheit in den eigenen vier Wänden oder auch im öffentlichen Raum keine Musterlösungen gibt. Aber hier von Erfahrungen und guten Beispielen gelernt werden kann.