Freitag, 20. Oktober 2017

Handlungsfelder

1. Handlungsfeld Arbeiten

Im Allianzgebiet besteht ein vielfältiges Angebot an Gewerbe-, Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben. Diese zu erhalten und zu stärken ist eines der Handlungsfelder der interkommunalen Allianz. Wohnortnahe sowie überregionale Arbeitsplatzangebote und eine angemessene Infrastrukturausstattung tragen zum einen zur Wertschöpfung in und für die Region bei und bieten zum anderen der Bevölkerung Perspektiven, auch zukünftig in ihrer Heimat leben zu können.

Projektvorschläge aus dem ILEK:

  • Handwerkerportal im Internet unter dem Dach der Allianz
  • Breitbandversorgung
  • Gewerbeflächenmanagement
  • Ausbildungsoffensive & Gründerförderung
  • Interkommunaler Bauhof
  • Interkommunale Feuerwehr
  • Kooperative Verwaltung
  • Arbeitsplatzorientierte Kindertagesbetreuung

2. Handlungsfeld Wohnen

Der allgegenwärtige demographische Wandel ist auch im Handlungsfeld Wohnen die treibende Kraft. Während in der Vergangenheit mit einem steten Zuwachs der Einwohner sowohl über den Nachwuchs wie auch über Zuwanderung zu rechnen und somit die Siedlungsentwicklung stets auf Wachstum ausgerichtet war, ist nun verstärkt zu beobachten, dass die Zahl der Bürger eher stagniert oder gar zurückgeht. Auch die Verschiebung der Altersstruktur hin zu mehr Älteren und weniger Jugendlichen geht mit dem Wandel einher.

Durch Maßnahmen wie ein Innenentwicklungs- und Flächenmanagement, der Unterstützung von Reaktivierung leerstehender Gebäude im Ortskern und auch der wohnortnahen Versorgung mit Lebensmitteln, Arzt- und Betreuungsangeboten soll der Erhalt und die Stärkung der Orte und Gemeinden erreicht werden.

3. Handlungsfeld Verkehr

Mobilität ist im ländlichen Raum und auch im Allianzgebiet ein bedeutender Faktor. Nicht immer sind alle Angebote in fußläufiger Entfernung zu erreichen, was die Nutzung des privaten PKWs oder des ÖPNVs erfordert. Letzterer ist gerade auch für die Eigenständigkeit der jungen und älteren Bevölkerung besonders wichtig.

Um die Anbindung an die Zentren und die Verbindung zu und mit den Ortsteilen zukünftig zu stärken und attraktiv zu gestalten, wird in der Allianz an der Optimierung des ÖPNV-Systems aber auch an alternativen Mobilitätsangeboten gearbeitet.

4. Handlungsfeld Energie

Klimaschutz und erneuerbare Energien werden auf allen Ebenen diskutiert. Aber gerade der ländliche Raum ist hier der Dreh- und Angelpunkt. Die Allianz FränkischerSüden hat sich das Ziel gesetzt, gemeinsam die energetischen Potenziale der Region zu benennen und den Ausbau der regenerativen Energien abgestimmt umzusetzen. Der Ausbau soll dabei im Einklang mit konkurrierenden Nutzungen und der gewachsenen Kulturlandschaft einhergehen.

Um diese Ziele in interkommunaler Zusammenarbeit umzusetzen, soll die Region gemeinsam als Klimaallianz aufstellen. Die Grundlage hierzu bilden Energie- und Klimaschutzkonzepte, mit welchen Standorte für Windkraft-, Photovoltaik- und Bioenergieanlagen erfasst werden sollen. Unter dem Dach der (Klima-) Allianz sollen diese dann umgesetzt werden. Auch die Energieberatung und die Unterstützung bei energetischer Sanierung soll durch die Allianz Unterstützung finden.

5. Handlungsfeld Land- und Forstwirtschaft

Die Land- und Forstwirtschaft prägen die Kulturlandschaft, wie wir sie heute kennen. Diese zu erhalten, die Produktionsbedingungen zu verbessern und gleichzeitig einen attraktiven Raum zur Erholung und für den Tourismus zu schaffen ist das Ziel dieses Handlungsfeldes.

Durch Maßnahmen Wald- und Flurneuordnung, der Stärkung des Landwirtschaftsverkehrs oder der Stärkung regionaler Produkte sollen zum einen die Betriebe bei ihrer Aufgabe unterstützt werden und zum andern auch die Bevölkerung für diese Themen sensibilisiert werden.

6. Handlungsfeld Freizeit und Tourismus

Abgestimmt mit dem Handlungsfeld Land- und Forstwirtschaft soll die vorhandenen Potenziale für Erholung, Freizeit und Tourismus erfasst und weiter ausgebaut werden.  Ziel ist hierbei, zeitgemäße und nutzergerechte Angebote für Kultur, Sport und Freizeit zu erschließen, diese zu vermarkten und somit auch regionale Wertschöpfung zu erzeugen.

Neben der Stärkung des Rad- und Wandertourismus durch den Ausbau eines attraktiven Wegenetzes mit ergänzenden Themenwegen, Rad-Verleihstationen, gemütlichen Rastgelegenheiten und umfassenden Informationen zur Region sollen auch zusätzliche Angebote wie Natur- und Campingplätze und Kletter- oder Mountainbikeparks geschaffen werden. Durch eine gemeinsame Qualitäts- und Qualifizierungsoffensive soll zudem die Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben unterstützen und auch neue, über das gewöhnliche Angebot hinausgehende Events entstehen lassen.

7. Handlungsfeld Orts- und Landschaftsbild

Wie können Ortsmittelpunkte, Ortsränder, Freiräume oder auch die verschiedenen landschaftlichen Prägungen der Allianzregion erhalten werden ohne sich dabei den zukünftigen Entwicklungen zu verschließen? Im Handlungsfeld Orts- und Landschaftsbild sollen durch Maßnahmen wie der Dorferneuerung oder einem Gewässer- oder Freiraumkonzept diese Fragen beantwortet werden. Dabei soll neben der Erhaltung der für die Region typischen Orts- und Gebäudestrukturen auch die Biodiversität im Fokus stehen.